Erscheinungsformen der Legasthenie

Die Lese- und Rechtschreibprobleme legasthener Schüler sind oftmals nur die »Außen-Ansicht«. Zu Grunde liegen Teilleistungsschwächen der Wahrnehmung, der Motorik (Störungen in der Bewegung und in der Koordination) und der Seitendominanz (Händigkeit). Eine Beeinträchtigung des Spracherwerbs kann als Vorbote der später auftretenden Legasthenie schon als Folge solcher Teilleistungsschwächen in Erscheinung treten.

Für den Prozess des Lesen- und Schreibenlernens sind hauptsächlich nachstehend aufgeführte Teilleistungsbereiche verantwortlich:

  • der Bereich des Sehens; d.h. die visuelle Wahrnehmung von Symbolen (Buchstaben, Zahlen, Zeichen) und die Koordination Auge - Hand
  • der Bereich des Hörens; d.h. die akustische Wahrnehmung der Laute, die Unterscheidung vor allem der ähnlichen Laute und die Verarbeitung der Reihenfolge der Laute im Wort
  • der Bereich der kinästhetischen Wahrnehmung; d.h. die Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum (Gleichgewicht, Bewegungssystem, Berührungssinn), auch die Wahrnehmung der Artikulationsbewegungen
  • der Bereich der rhythmischen Wahrnehmungen
  • der Bereich der melodischen Wahrnehmungen
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