Definition

International ist die Legasthenie als »umschriebene Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens bei normal entwickelter Intelligenz« definiert.

Das bedeutet, dass biologische Ursachen das Erlernen von Funktionen beeinträchtigen oder verzögern, die mit der Reifung des zentralen Nervensystems verbunden sind. Diese Funktionen müssten jedoch bis zum Einschulungsalter intakt sein, damit das Kind störungsfrei lesen und schreiben lernen kann. Werden die Einschränkungen schon lange vor der Geburt im Entwicklungsgeschehen des Kindes angelegt, so kann man von einer »genetisch bedingten familiären Legasthenie« sprechen. Aber auch während oder nach der Geburt kann es z. B. durch Sauerstoffmangel zu Schädigungen des kindlichen Gehirns kommen und eine Störung verursachen. Das soziale Umfeld, das wesentlich die Entwicklung des Kindes beeinflusst, hat für die Legasthenie lediglich eine zusätzliche Bedeutung.

Kommen zu der Leistungsschwäche eines Legasthenikers noch zusätzlich unzulängliche Unterrichtsbedingungen hinzu, werden die Probleme für das betroffene Kind erheblich verstärkt.

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