Übersicht von Lese- und/oder Rechtschreibprobleme

Lese- Rechtschreib- Schwierigkeiten LRS/ Legasthenie LRS bei Lernbehinderung
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vorübergehende Lese-Rechtschreib- Schwierigkeit, z. B. durch Krankheit, Schulwechsel, seelische Belastungen, Übungsmangel, Methodenfehler (zu rasches Fortschreiten im Unterricht) ausgeprägte Lese-Rechtschreib- Schwäche bei deutlich besseren Lernvoraussetzungen, Legasthenie (isolierte Schwäche) Lese- Rechtschreib- Schwächen im Rahmen allgemeiner Lernbehinderung
  • sind für den Besuch einer Grundschule zwar nicht zu schwach begabt, haben aber bei knapp durchschnittlicher Intelligenz Schwierigkeiten mit dem Lesenlernen und dem Rechtschreiben
  • kommen häufiger aus Elternhäusern, die nicht helfen können
  • haben in der Regel keine Schullaufbahnprobleme, sofern sie lesen gelernt haben

Kinder

  • müssen Teilleistungsschwächen kompensieren
  • laufen Gefahr, durch die Lese-Rechtschreib-Schwäche zunehmend auch in den Sachfächern nicht zurechtzukommen, da sie z. B. Textaufgaben in Mathematik nicht lesen können

Kinder

  • lernen alle schulischen Fertigkeiten - Lesen, Schreiben, Rechnen - sehr schwer,
  • gehören einer sehr kleinen Gruppe an: Unter 80 Kindern, die die erste Klasse der Grundschule wiederholt hatten, fand man nur 15 Prozent sonderschulbedürftiger Kinder (Dummer 1982)
Helfen können ein konsequent durchgeführter, langsamer Leselehrgang und später ein zusätzliches Rechtschreibtraining Legastheniker brauchen ein spezielles Training, das ihre jeweiligen Teilleistungsschwächen berücksichtigt, damit ihr Bildungsanspruch auf eine Schullaufbahn, die ihren intellektuellen Fähigkeiten entspricht, nicht gefährdet ist. Die für diese Kinder notwendige Hilfe wird in der Sonderschule oder Förderschule für allgemein Lernbehinderte geboten

Die Folgen dieser Fehlleistungen sind, dass der legasthene Schüler Schwierigkeiten hat

  • ein gesprochenes Wort in seine Laute zu gliedern und diese Laute mit den entsprechenden Buchstaben niederzuschreiben
  • aus einer Buchstabenreihe die einzelnen Buchstaben zu erkennen und ihnen die richtigen Laute zuzuordnen, um das Wort zu lesen
  • ähnliche Buchstaben und Laute zu unterscheiden

Die rhythmische und melodische Wahrnehmung hat Bedeutung für die Betonung und die rhythmische Gliederung der Sprache. Störungen in diesen Bereichen machen sich bemerkbar durch monotones Lesen in den ersten Schuljahren und durch Schwierigkeiten bei der Sinnerfassung beim Lesen. Sicher ist, dass Schüler durch eine gezielte Förderung und durch eigenes Ausprobieren je nach Ihren intellektuellen Fähigkeiten Regeln für Ihre eigenen Schwächen aufbauen, so dass sich die Erscheinungsformen im Verlauf der Schulzeit ändern.

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